Reverb – Hall-Effekte und räumlicher Klang

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Der Reverb gehört zu den gängigsten Gitarren-Effekten. In viele Amps ist er daher direkt integriert. Der Reverb versorgt den Gitarren-Sound mit Hall-Effekten. Von Omas Wohnzimmer bis Kölner Dom ist klang-räumlich alles drin.
Es werden verschiedene Arten von Reverbs und Halleffekten unterschieden. Die gängigsten sind:

String Reverb

Der String Reverb – manchmal auch als „Federhall“ bezeichnet – funktioniert analog durch eine Hall-Spirale. Einfach erklärt wird die Spirale in Schwingung versetzt. Diese Schwingung wird ständig von den einzelnen Spulen reflektiert und wandert eine Weile – je nach Einstellung – hin und her. Dadurch entsteht ein entsprechender Hall-Effekt.

Studio Reverb

Der Studio Reverb ist ein analoger Hall und wird durch eine sog. „Hallplatte“ erzeugt. Als „Studio Reverb“ wird er deswegen bezeichnet, weil diese Technologie sehr teuer und daher nur für großen Profi-Studios erschwinglich ist/war. Die Funktionsweise ist ähnlich wie beim String-Reverb, nur dass hier keine Spirale sondern eben eine Stahlplatten in Schwingung versetzt wird. Vorteil der Hallplatte ist der deutlich „authentischere“ Sound.

Digital Reverb

Heute wird meist – vor allem im Studio – mit digitalem Hall gearbeitet. Dieser bedient sich eines einfachen Algorithmus um Verzögerungszeit und Hallintensität zu definieren. Er imitiert die „Schwingung“ des analogen Halls, verzichtet aber auf dessen Nachteile. Trotz vielfältigerer Möglichkeiten setzen viele Gitarristen aus Sound-Gründen nach wie vor auf mechanische Reverbs.

Noch zu erwähnen sind noch zwei Styles die im Gitarrenbereich beliebt sind.

Reverse Reverb

Beim Reverse Reverb wird der „Reverbtail“, also der erzeugte Hall, aufgenommen und rückwärts abgespielt. Die damit erzeugten Sounds klingen meist sehr spooky und werden daher auch gerne im Dark, Death und Black Metal verwendet. Erfunden hat den Reverse Reverb aber, nach eigener Aussage, Jimmy Page.

Room

Häufig ließt und hört man auf der Suche nach guten Sounds den Begriff „Room“. Dabei handelt es sich um einen sehr dezenten, kaum merkbaren Reverb um dem Sound ein wenig mehr Substanz zu verleihen.

Zu Abschluss eine Bitte: Reverb nicht mit Delay verwechseln!

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