ENGL

Engl ist ein Hersteller von Vollröhrenverstärkern aus dem oberbayrischen Ort Tittmoning. Die meisten Abnehmer finden Engl-Amps im Hard Rock und Heavy Metal Bereich. Zu den bekanntesten Modellen zählen der Savage, Powerball und verschiedene Signature Modelle, u.a. von Ritchie Blackmore.

Geschichte

Der Amp-Bastler Edmund Engl präsentierte auf der Frankfurter Musikmesse einen programmierbaren Amp. Diese Neuheit sorgte seinerzeit für mächtig Aufsehen, obwohl der Amp letztlich floppte. Engl änderte seine Marktausrichtung und produzierte ab 1985 klassische Vollröhren-Amps. Der erste trug den passenden Namen „Straight“.
In den darauffolgenden Jahrzehnten prägte Engl vor allem härtere Genres. Herausragend waren speziell die außergewöhnlichen Schaltmöglichkeiten und Mehrkanaloptionen der Amps, sowie die charakteristischen Zerrsounds. Heute zählt Engl zu den bekanntesten Amp-Herstellern der Welt.

Engl Serien und Modelle

Eingestellt

Straight

Der Straight war der erste von Engl gebaute Amp. Der Zweikanaler verfügte über diverse Schaltmöglichkeiten. So kann der Clean-Kanal auf Gain Boost, Frequence Shift, Bright Shift und Treble Shift geschalten werden. Der Lead-Kanal hat Schalter für Lead Boost, Mid Shift, Bright und Equalizer-Bypass.
Es gab eine Spezial-Version des Straight, bei dem der Reverb per Fußschalter geschalten werden konnte.

Jive

Der Jive ist ein kleiner 30-Watt-Combo mit zei Kanälen. Ähnlich dem Straight hat er die Schaltmöglichkeiten Gain Boost, Mid Boost, Bright, Presence und Equalizer-Bypass. Im Gegensatz zum Straight verfügt der Jive über einen Effektweg.

Savage E610

Der ab 1993 gebaute Savage E610 war der erste 4-Kanaler von Engl. Er war der erste Amp mit dem heute typischen Engl-Aufbau. Die Kanäle Clean, Cruch I, Crunch II und Lead besitzen jeweils eigene Gain und Volume Regler. Clean und Crunch I teilen eine Klangregelung, eine weitere regelt Crunch II und Lead. Die entsprechenden paare teilen sich zudem je einen Master- und einen Presence-Regler. Neben zwei Effektwegen besitzt der Savage E610 zudem ein für Gitarren-Amps äußerst unübliches Feature: Er hat MIDI Ein- und Ausgang.